DIY- Ostergeschenk: Seedbombs

Dieses Jahr verschenken wir Seedbombs zu Ostern. Das sind Erdkugeln, in denen Blumensamen sind, die man dann in die Natur werfen kann, um sich dann an den Blumen zu erfreuen.

Ich persönlich mag selbstgemachte Geschenke auch viel lieber, als gekaufte Geschenke. Denn bei selbstgemachten Geschenken hat sich jemand Gedanken darüber gemacht, was gefallen könnte und sich auch noch Mühe gegeben, etwas herzustellen. Die Liebe und Mühe die in dem Endprodukt steckt erfreut mich sehr.

Mit Seedbombs bereichern wir die Umwelt und die Natur mit Blumen, die überlebenswichtig für die Insekten und besonders für Bienen sind. Somit sind sie auch überlebenswichtig für uns Menschen.

Was braucht man für Seedbombs?

  • Erde
  • Samen (was gefällt, am besten bienenfreundliche Blumensamen)
  • Chili
  • Wasser
  • Mehl

Jetzt denkt ihr bestimmt ‚Chili??‘ ‚Mehl??‘. Aber ja, so halten sie besonders gut. Durch das Chilipulver werden Fressfeinde abgewehrt, ihr könnt aber auch darauf verzichten. Ich empfehle es aber, denn Tauben, Elstern, Krähen, etc. möchte ich ja nicht füttern, sondern mich an den Blumen erfreuen und die Bienen versorgt sehen. Durch das Mehl wird es schön klebrig und die Kugeln fallen nicht sofort auseinander. Wie viel ihr von allem braucht, hängt natürlich von der Menge ab, die ihr machen wollt. Ich hatte leider bei diesem Rezept nur feuchte Erde zur Verfügung, da hat das Mehl gut geholfen, alles ein wenig trockener zu bekommen. Nachdem alle Zutaten hinzugefügt wurden, sollte man am Ende eine leicht feuchte, klebrige und formbare Masse haben. Gibt man zu viel Wasser hinzu, kann es sein, dass die Samen schon keimen, wodurch sie unbrauchbar werden.

Seedbombs-Rohmasse mit Zutaten
Meine Seedbombs-Rohmasse

Ist alles schön matschig und klebrig, kann man anfangen Kugeln zu formen. Mit Einweghandschuhen versaut man sich auch nicht so die Hände, aber macht das, wie ihr mögt.

Ich habe die Kugeln auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech gelegt, nachdem ich die Kugeln teilweise noch in Mehl gewälzt habe, damit sie im feuchten Zustand nicht aneinander kleben und leichter trocknen. Bei bis zu 50°C Umluft und einem Spalt offener Ofentür trocknen sie gerade vor sich hin. Sie können aber auch einfach so irgendwo trocknen, das kann dann aber länger dauern. Einen Tag sollte man aber einplanen und sie immer mal wieder durchschütteln, damit sie von allen Seiten gut durchtrocknen können.

Seedbombs auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech
Meine Seedbombs, teilweise in Mehl gewälzt

Die Sauerei, die man dabei macht, ist nicht zu unterschätzen, aber ich bin eh gut darin, die Küche einzusauen. 😀

Nachdem die Seedbombs getrocknet sind, verpackt man sie am besten noch hübsch, beispielsweise in einer Butterbrottüte. Diese sind aus Papier und nicht aus Plastik, weshalb sie nachhaltiger für die Umwelt sind. Und mit den darin enthaltenen Seedbombs sind sie noch grüner für die Umwelt und die Seele.  🙂

Gerade zu Ostern bietet es sich an, die Tüte so zu schneiden, dass man zwei Ohren hat. Dann könnt ihr die Seedbombs vorsichtig reinlegen und unterhalb der ‚Ohren‘ eine Schleife binden. Ein kleines Hasengesicht drauf und schon freuen sich Groß und Klein über die niedlichen Geschenke. So können gerade Kinder den Osterhasen im Garten suchen und finden.

Butterbrottüte mit Hasengesicht und Ohren
So sehen die Butterbrottütenrohlinge aus, bevor die Seedbombs hinein kommen.

Tipp: Malt das Hasengesicht in das untere Drittel und schneidet die Ohren nur im oberen Drittel. Das hat bei mir am besten funktioniert und zu einem zufriedenstellenden Ergebnis geführt.

Am Ende muss man den Beschenkten nur noch sagen, dass die Seedbombs einfach irgendwo hingeworfen werden dürfen, wo man sich und andere daran erfreuen kann. Ihr könnt auch Zettel mit hinein legen, auf denen eine Anleitung zu finden ist. Gegossen wird alles durch die Natur, aber natürlich kann man auch auf Nummer sicher gehen und selber immer mal wieder gießen. Ob ihr Andere an euren Blumen teilhaben lassen möchtet, oder lieber in eurem eigenen Garten aussät, bleibt ganz euch überlassen. Hauptsache die Bienchen haben Zutritt und können den lebensnotwendigen Blütenstaub und Nektar gewinnen. So fühlt man sich wie ein kleiner Held.

Nun muss ich aber mal gucken, was die Seedbombs im Ofen machen und sie dann einpacken.

Fertig verpackte Ostergeschenke in Hasenoptik
Die kleine Hasenfamilie wartet auf ihre neuen Besitzer.

Wir wünschen euch frohe Ostern und viel Spaß beim nachbasteln. Macht die Welt gerne ein bissen grüner und bunter, ihr wisst ja jetzt wie.

Lina und Mütze

 

 

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Streuen im Winter

Nachdem es hier noch ein letztes Mal richtig kalt wurde und es sogar geschneit hat, möchte ich mal darauf hinweisen, wie der korrekte Winterdienst bei uns aussieht. Einzelheiten können hier gerne nachgelesen werden.

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Salzkruste aus einer Pfütze

Vor weg: Salz zu streuen ist in Hilden, die Stadt in der wir leben, verboten! Doch natürlich hat dieses Verbot die ein oder andere Lücke, beispielsweise bei Glatteis, oder besonderen Gefahrenstellen wie Rampen, Treppen, Haltestellen, Hydranten oder anderen öffentlichen Anschlüssen, usw. Ansonsten sind sogenannte abstumpfende Streumittel zu verwenden. Bei uns auf der Straße habe ich kaum bis keine Wege gesehen, die mit etwas anderem gestreut wurden, als mit Salz. Doch wieso ist das so?

Salz macht es ziemlich einfach. Die Gefriertemperatur wird herunter gesetzt, so dass Glätte durch entstehendes Eis, erst bei noch kälteren Temperaturen entstehen kann. Hier ist Salzstreuen natürlich unbedingt zu empfehlen, damit sich die Passanten nicht verletzen. Zudem ist es relativ günstig zu bekommen, allerdings kann Streugranulat oder Sand noch günstiger sein. Wieso wird dann fast ausschließlich mit Salz gestreut? Vielleicht weil es die Stadt auf den Straßen so macht? Ich weiß es nicht. Aber was ich weiß ist, dass Salz nicht gut ist.

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Salzkruste auf Pflanzen

Es hat Auswirkungen auf die Natur, denn sobald es regnet und taut, gelangt nicht das ganze Salz in die Kanalisation, nein, es sickert auch in den Boden, wodurch die Pflanzen angegriffen werden. Das Salz kann auch in das Grundwasser gelangen und so Gefahren für alle bilden, die das Wasser verwenden. Streusalz sorgt auch dafür, dass Gegenstände schneller rosten, oder ihre Oberflächen angegriffen werden. Da es sich hier um einen Hundeblog handelt, werden natürlich die Auswirkungen auf die Vierbeiner nicht außer acht gelassen. Es greift nämlich die Pfötchen an, wodurch diese rissig und spröde werden. Wenn die Pfötchen dann nicht nach einem Spaziergang gereinigt, sondern abgeleckt werden, gelang das Salz in den Organismus, was in diese Konzentration nicht wünschenswert ist. Die Verschmutzung, die wir die letzten Tage mit nachhause getragen haben, war

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Salz-Smiley

hartnäckiger, als gedacht. Einmal drüber zu wischen hat leider nicht gereicht.Seit ca. einer Woche dusche ich Mützes Pfoten nach dem Gassi gehen ab und pflege sie mit Kokosöl, damit seine Pfötchen nicht so leiden. Bei einer Gassirunde wollte Mütze nämlich nicht mehr alle Pfötchen verwenden, da ihn das Salz so sehr an den Pfötchen brannte. Erst hob er hinten links das Beinchen hoch und hüpfte weiter, nach 50m dann alle Pfoten auf der rechten Seite. Zugegeben, es sah schon lustig aus, wie Mütze es doch tatsächlich geschafft hat, sich nur mit den linken Beinen vorwärts zu bewegen.

Da es genug alternativen zu Streusalz gibt, sollten wir doch besser darauf zurückgreifen

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Ein Salzhäufchen

und nicht nur unsere Hunde- und Katzenpfoten nicht mehr strapazieren, als nötig und besonders unsere Umwelt schützen, durch einen bewussten Umgang mit Streusalz. Und Bitte, verwendet eine angemessene Menge Salz und kippt nicht einfach den ganzen Bereich, den ihr streuen wollt, voll. Wir laufen aktuell slalom durch die Salzhäufchen.

Nun würde uns natürlich sehr interessieren, was ihr verwendet, wenn es kalt wird. Schreibt es doch einfach in die Kommentare.

Pfotenfreundliche Grüße

Wünschen Lina und Mütze

 

Braucht mein Hund einen Mantel?

Ob ein Hund einen Mantel benötigt, lässt sich nicht pauschalisieren. Oft bekomme ich zu hören „Das ist doch unnötig, wir haben doch x-Grad draußen!“, wenn ich Mütze etwas anziehe. Mag sein, dass ich manchmal übertreibe und ihm extra viele Pullis anziehe, wenn es besonders kalt ist, doch ich trage ja auch mehrere Schichten übereinander, wenn draußen Minusgrade herrschen.  Sobald draußen nur noch 15 Grad sind, fragen wir uns, ob Kleidung notwendig ist. Bei Regen und Sturm auf jeden Fall, scheint hingegen die Sonne, können wir gut darauf verzichten.Ich gehe gerne nach der Faustformel: Wenn ich eine Jacke brauche, dann bekommt Mütze auch eine.

Ich finde absolut nicht, dass ich meinen Hund damit vermenschliche, was wir uns auch regelmäßig anhören dürfen. Viel mehr helfe ich ihm nicht krank zu werden und ersetze seine nicht vorhandene Isolierung.

Betrachtet man den eigenen Hund draußen, kann man leicht erkennen, ob er friert. Der Rücken wird gekrümmt, oder er fängt an zu zittern. Dann sollte man sich Gedanken machen, ob der Hund nicht einen Pullover gebrauchen könnte. Hier hören wir auch oft das Argument, dass Hunde durch ihr Fell gut isoliert sein müssten und daher auch lange draußen sein könnten. Das mag bei einigen Hunderassen zutreffen, spontan fallen mir da Huskys oder Herdenschutzhunde ein, deren Fell gezielt so gezüchtet wurde, dass es super isoliert und dem Hund nicht kalt wird. Diese Hunde haben nämlich eine dichte Unterwolle.

Wieso friert ein Hund denn nun? In der Regel liegt es daran, dass die Temperatur draußen deutlich unter der Körpertemperatur liegt und dies nicht durch eine Schutzschicht isoliert wird. Wir haben hier ein paar Wärmebilder von Mütze gemacht, anhand derer man gut erkennen kann, ob Mütze gut isoliert ist.

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Mütze ohne Mantel. Keine Isolierung.
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Mütze mit Mantel. Hier ist der Kopf warm, alles was unter dem Mantel ist, ist isoliert.
 

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Hier noch einmal: warmer Kopf, isolierter Körper.
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Keine Isolierung, die Körperwärme wird direkt an die Umgebung abgegeben
Mütze friert sehr schnell, da er keine Unterwolle hat und wenig Fett besitzt, wie das bei Windhunden üblich ist. Regnet oder schneit es, ist er sehr schnell komplett durchnässt, denn der Fettfilm des Fells hält nur bedingt Feuchtigkeit ab. Er würde also schnell auskühlen.

Junge Hunde haben oft noch nicht die schützende Unterwolle und alte Hunde bewegen sich nicht mehr so schnell oder viel und leiden daher unter der Kälte. Gerade bei alten Hunden kommen oft auch Wehwehchen des Bewegungsapparats hinzu, bei denen Kälte die Symptome verschlimmern kann.

Zusammengefasst kann es sinnvoll sein, dem Hund einen Mantel zu kaufen, wenn:

  • Er kaum bis keine Unterwolle hat
  • Er sich draußen nicht viel bewegt
  • Er alt oder jung ist
  • Er Erkrankungen des Bewegungsapparats hat

Natürlich darf die Liste gerne erweitert werden. Wenn ihr noch andere Punkte nennen könnt, schreibt sie gerne in die Kommentare.

Doch was macht einen guten Pullover aus? Diese Frage ist abhängig von ihrem Einsatz. Soll sie nur vor Feuchtigkeit schützen, reicht ein Regenmantel der nicht wären muss. Hat man, wie wir, eine kleine Frostbeule, benötigt man nicht nur ein Kleidungsstück, das die Nässe fern hält, sondern auch noch isoliert.

Generell sollte das Kleidungsstück gut passen und nicht scheuern oder einschneiden. Es sollte ohne großen Aufwand an- und ausgezogen werden können und nicht nur den Rücken, sondern auch den Bauch wärmen. Der Pullover darf den Hund nicht bei dem ein oder anderen Geschäft stören. Hier mussten wir beispielsweise bei unserem roten Fleecepulli das Stück am Bauch enger nähen, da Mütze dort sonst gegen gepullert hätte.

Habt ihr auch Kleidungsstücke für eure Hunde? Schreibt das gerne in die Kommentare, wir sind ganz neugierig, wieso ihr eurem Hund etwas anzieht, oder euch genau dagegen entscheidet.

Warme Grüße

Lina und Mütze

Geschirr oder Halsband?

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Wenn man sich nicht entscheiden kann, kommt einfach beides an den Hund

Oft stellen Hundehalter sich die Frage, ob sie ihrem Liebling ein Geschirr, oder ein Halsband anziehen sollen. Hier scheiden sich die Geister und natürlich gibt es auch noch die verschiedensten Modelle, bei beiden Kategorien. Viele Halter finden, ein Halsband sei ein tierquälerisches Hundezubehör, hingegen ist es nicht immer leicht ein passendes Geschirr zu finden.

 

Das Geschirr

Es wird üblicherweise über den Kopf des Hundes angezogen und auf dem Rücken geschlossen. Wichtig ist, dass es zu der Anatomie des Hundes passt. Wir haben hier oft Probleme, da Mütze einen schmalen Körperbau hat, aber einen großen Brustkorb.

Bei Zughundesport ist es absolut notwendig, ein gut gepolstertes Geschirr zu haben, welches aber nicht die Schulterpartie in der Bewegung einschränkt. Auch Schleppleinen gehören nur an das Geschirr und nicht an das Halsband.

Älteren Hunden kann man mit einem Geschirr beim Treppen steigen helfen, besonders, wenn es runter geht. Hier lastet das Gewicht nicht auf den Gelenken des Hundes, da der Besitzer einiges an Gewicht halten kann. Das funktioniert natürlich am besten bei Hunden, die nicht mehr wiegen, als man selbst. Kleine Hunde kann man noch auf den Arm nehmen, aber einen 30kg schweren Schäferhund kann man die Treppen so sehr angenehm machen.

Angsthunde können sich leicht aus normalen Geschirren und Halsbändern herauswinden, dafür wurden dann die ausbruchssicheren Geschirre entworfen.

 

 

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Unser Einsteige-Modell

Das Halsband

 

 

Es sitzt an einer sehr empfindlichen Stelle des Körpers: dem Hals. Kehlkopf, Luftröhre und Schilddrüse sitzen hier. Wer schon mal ein Halsband an seinem Arm befestigt hat und dann gezogen hat weiß, wie unangenehm das ist. Daher sind Halsbänder am besten für Hunde geeignet, die die Leinenführung beherrschen.

Natürlich muss auch ein Halsband ebenfalls genau passen. Sie sind einfach anzulegen und schränken den Bewegungsapparates des Hundes nicht ein. Daher haben Hunde oft eine höhere Akzeptanz bei Halsbändern.

Muss ein Hund Kleidung tragen, da er beispielsweise im Winter häufig friert, muss bei einem Halsband nicht darauf geachtet werden, ob die Hundebekleidung einen Anlein-Schlitz hat, der auch noch genau an der Stelle sein muss, an der eine Öse des Geschirrs sitzt.

Ängstliche Hunde können ein enganliegendes Halsband, oder ein Zugstopp-Halsband tragen, damit ist das Risiko eines Ausbruchs geringer.

Was für einen selber am besten ist, muss individuell entschieden werden.

 

Unsere Wahl

Wir benutzen beides. Für den Alltag bekommt Mütze ein Halsband, da er gerade im Winter immer Kleidung trägt und es daher einfacher ist in anzuleinen, als jedes Mal durch den Anleinschlitz eine Geschirröse zum Anleinen zu fummeln. Wir besitzen auch nur eine Hundejacke die eben einen solchen Schlitz hat. Mütze beherrsch die Leinenführung allerdings auch gut und er wird immer, wenn es möglich ist, abgeleint. So kann er sich frei und ungestört bewegen.

Wenn wir Rad fahren bekommt Mütze sein Geschirr angezogen, ebenfalls wenn er ziehen darf, damit das Halsband am Hals keine Verletzungen hervorrufen kann. Natürlich ist es nie auszuschließen, dass doch mal an der Leine ein Ruck entsteht, aber so vermindern wir zumindest das Risiko einer Verletzung.

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Unser aktuelles Modell

Was uns aber letztendlich von einem Halsband überzeugt hat, war, dass Mütze so leidenschaftlich gerne Dinge zernagt. Die Leine, wenn man mal nicht aufpasst, ebenso wie diverse Geschirre. Da uns das auf Dauer zu teuer wurde und er es immer geschafft hat sonntags sein Geschirr zu zerstören, sind wir auf ein Halsband umgestiegen. Es ist nämlich gar nicht so einfach, aus einem zerkauten Geschirr eine Befestigungsmöglichkeit zu machen, um den Hund auch nur halbwegs sicher daran zu führen, bis man endlich wieder ein neues Geschirr kaufen kann. Da er an das Halsband natürlich nicht mit seiner Schnauze heran kommt, ist dies für uns eindeutig die bessere Wahl.

Was verwendet ihr um euren Hund anzuleinen?

Viele Grüße

Lina und Mütze

Wir melden uns zurück

Lange war es ruhig bei uns, doch wir geloben Besserung. Wieso es bei uns so still war, erfahrt ihr in diesem Beitrag.

Bei Frauchen stand die Bachelorarbeit an, was viel Arbeit bedeutet. Neben Studium, Nebenjob und dann auch noch Weihnachten hatten wir so viel zu tun, dass der Blog leider auf der Strecke blieb. Doch es gibt auch großartige Neuigkeiten: Herrchen und

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Frauchen haben sich verlobt. Wie ihr seht, waren die Letzten Monate anstrengend, aber

auch schön. Durch die ersten Hochzeitsplanungen, die vorübergehend natürlich viel aufregender und spannender waren, als alles Andere, musste die Zeit leider an anderer Stelle eingespart werden. Aber nun wird es hier mehr zu lesen geben, versprochen.

Da die Bachelorarbeit nun abgegeben ist, bleibt auch wieder mehr Zeit die Hochzeit zu planen und natürlich zu bloggen.

Hund_verliebt_wei+ƒer Hintergrund_Aram und Abra

Wir haben uns für eine Hochzeit im Herbst entschieden und möchten gerne die kleine Fellnase mit auf unseren Fotos verewigt haben. Hoffentlich spielt das Wetter mit. Wir haben allerdings einen Fotografen gefunden, der auch Tiere fotografiert, daher sollte das Ganze schon schief gehen. Und wenn es an diesem Tag nicht funktionieren sollte, finden wir auch eine Lösung.

 

Unser Weihnachten war wie jedes Jahr: schön aber anstrengend. Von einer Familie zur nächsten und immer gab es etwas zu Essen und Getränke. Mütze durfte sich als Weihnachtsmann verkleiden und diesem natürlich fleißig helfen. Sowohl in der Weihnachtsbäckerei, dem Verschenken, als auch beim Vernichten der Leckereien. An Heiligabend hätte ich ihn allerdings verfluchen können. Bevor die Bescherung anstand durfte Mütze noch mal in den Garten und sich erleichtern, denn natürlich gab es auch für ihn ein wenig zu naschen und zu trinken. Als er wieder rein kam, fiel erst gar nicht auf, dass er sich einen ‚schönen‘ Weihnachts-‚Duft‘ ausgesucht hatte. Einen besseren Zeitpunkt konnte er sich nicht aussuchen und verstand gar nicht, wieso Frauchen sich nicht freute. Stattdessen verfrachtete sie die Fellnase in die Badewanne, in der Mütze erst einmal baden durfte.

Silvester verlief bei uns ziemlich ruhig, glücklicherweise findet Mütze die Knallerei nicht schlimm. Er lässt dann den Terrier raushängen und motzt, weil draußen etwas ist, was da nicht hingehört, ähnlich wie beim Postboten. Wenn wir alle drinnen sind, haben wir das ganz gut im Griff, aber wenn wir draußen sind um mit unseren Nachbarn anzustoßen, kommt der Terrier in ihm hervor. Vielleicht wollte er auch nur protestieren, weil wir ihn in den ersten 15 Minuten seines Geburtstags alleine gelassen haben.

Hund_krank_wei+ƒer Hintergrund_Aram und AbraIm Januar stand dann die alljährliche Impfung an. Dieses Mal wollte Frauchen auch Blut abnehmen lassen, denn mit einem 10 Jahre alten Hund findet man so schneller Dinge, die noch behoben werden können, bevor sie drastische Auswirkungen auf den Organismus haben. Ergebnis der Voruntersuchung war, dass das Herz langsam anfängt zu schwächeln, aber mit 10 Jahren ist das ganz normal und absolut in Ordnung, ebenso wie der Zahnstein. Wenn ihr dafür übrigens Tipps habt, wie wir den Zahnstein ohne Narkose loswerden, informiert uns bitte. Das Blutbild war dann erschreckend. Die Leberwerte waren erhöht und auch die Pankreaslipasewerte waren so hoch, dass sie gar nicht genau messbar waren. Doch da Mütze keinerlei Symptome hatte, habe ich erst einmal auf das Spezialfutter verzichtet und ihn weiterhin gebarft, nur ohne Knochen, da diese schwer verdaulich sind. Auch wenn ich keine Ernährungsexpertin bin, halte ich Getreide und andere Füllstoffe bei ernährungssensiblen Hunden für nicht hilfreich. Nach einer erneuten Blutabnahme, bei der ein Profil der Bauchspeicheldrüse gemacht wurde, gab es dann die Entwarnung: die Werte sind nur noch so leicht erhöht, dass wir nichts weiter machen müssen. Selbstverständlich behalten wir das im Auge und werden euch informieren, wenn es Neuigkeiten gibt.

Hund_Krankenschwester_wei+ƒer Hintergrund_Aram und Abra

Doch damit haben wir natürlich noch nicht genug Zeit beim Tierarzt verbracht. Nach einer weiteren Woche bekam Mütze so dicke rote und warme Schlappohren, dass wir uns schon Sorgen machten. Nach einer Spritze legte sich das Problem dann langsam aber sicher wieder und bisher, toi toi toi, haben wir keine Probleme mehr.

Das war die Zusammenfassung unserer letzten Zeit. Wir hoffen, ihr seid uns nicht böse, dass es so lange ruhig bei uns war. Ab sofort gibt es mehr über uns zu lesen, versprochen.

Viele Grüße

Lina, Björn und MützePfote_transparenter Hintergrund_Aram und Abra

Vielen Dank an Aram und Abra für die Illustrationen.

Urlaubsvorbereitungen

 

Bald ist es soweit, wir fahren in den Urlaub. Dafür müssen natürlich einige Vorkehrungen getroffen werden. Unsere Reise verläuft wie folgt: Wir übernachten eine Nacht in München, bleiben dann 8 Tage in Jesolo und dann noch mal 6 Tage in Friedrichshafen. Das wichtigste für die Ein- und Ausreise ist natürlich die

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Mütze bei der Anprobe des Maulkobs
Tollwut-Impfung. Aber auch gültige Ausweise. Zum Glück ist Mütze geimpft und weil er aus Spanien kommt, hat er auch einen passenden Ausweis. Als Mensch braucht man ja nur seinen Personalausweis und bevor der abläuft, wird man praktischerweise daran erinnert. Hilfreich sind natürlich auch alle weiteren Reiseunterlagen dabei zu haben, wie Krankenversicherungskarte, Buchungsunterlagen, etc. Für Italien ist ein Maulkorb immer mitzuführen und nach Verlangen anzulegen. Also dem Hund und nicht einem selber. Hat man sich endlich um alle formellen Sachen gekümmert, kann der vermeintlich einfache Teil losgehen, das Packen.

Ich scheibe mir immer eine Liste! Oder besser: ich habe einmal eine geschrieben und sie gespeichert. So spare ich Zeit für den nächsten Urlaub und kann einfach Sachen ergänzen. Ein paar Wochen vor Reisebeginn fange ich an, die ersten Sachen raus zu suchen. Zum Beispiel mussten wir uns einen neuen Maulkorb anschaffen, weil Mütze in dem alten Ding nicht vernünftig Hecheln kann. Und jetzt beschreie ich wahrscheinlich das schlechte Wetter, aber Mütze soll die Möglichkeit haben hecheln zu können, wenn ihm warm ist. Also drückt uns die Daumen, dass das Wetter nicht zu schlecht wird. Immerhin müssen wir kein Maulkorb-Training mehr machen, denn wer uns kennt weiß, dass Mütze kein einfacher Hund war und wir unser Training in der Hundeschule mit Maulkorb begonnen haben. Wir hatten auch kein Wasserspielzeug und das ist am Strand echt doof.

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Mütze mit seinem Spielzeug
Die ersten Gepäckstücke habe ich auch schon zusammen gesucht. Meine Oma hat so viel Sonnencremes, -Sprays und –Roller besorgt (auch in unterschiedlichen Lichtschutzfaktoren), dass wir fast eine eigene Drogerie eröffnen könnten. Sonnenduschgel, -Shampoo, und Creme für nach dem Sonnenbad durfte natürlich auch nicht fehlen. Da uns der Platz langsam ausgeht, habe ich einiges davon schon mal zur Seite gestellt. Parasitenschutz darf in unserer kleinen Drogerie natürlich auch nicht fehlen. Mütze bekommt vor Reiseantritt ein Spot-on drauf, wir nehmen aber auch noch ein Halsband mit, falls Mütze am Strand sehr nass wird und sich den Parasitenschutz abwäscht. Na vielleicht nehme ich direkt das Halsband, das kann ich ihm immer an- und aus-ziehen. Aber eigentlich mag er kein Wasser und auch kein Halsband dauerhaft. Komisch, denn sein Halsband trägt er ohne Probleme. Wie ihr sehr, wir sind uns da noch nicht ganz einig. Vielleicht habt Ihr ja einen super Tipp für uns?

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Mütze durfte noch ein zweites Wasserspielzeug haben
Unmittelbar vor Reisebeginn wird natürlich das Auto präpariert und überprüft. Sicherheit ist eben sehr wichtig. Da passt es gut, dass das Herrchen eine Ausbildung zum KFZ-Mechatroniker gemacht hat. Er hat Ahnung davon und ich gerate nur in Panik, wenn ich nicht weiß, warum im Auto ein Symbol aufleuchtet. Wir überprüfen auch, ob wir genug Sicherheitswesten haben, für den Fall der Fälle. Im SALE konnte ich auch nicht an einer Hunde-Sicherheitsweste vorbei laufen, also ist Mütze auch gut sichtbar.

Da wir Camping-Urlaub machen, nehmen wir auch eine Kühlbox fürs Auto mit. Herrchen findet, die eine Nacht im Hotel ist das sehr unverschämt. Da muss ich mich noch durchsetzen, denn ich möchte nicht den Inhalt des Kühlschranks weg schmeißen und vor Ort Essen kaufen. Wie seht Ihr das?

Viele Grüße und euch auch einen schönen Urlaub

Wünschen Lina und Mütze

Ernährung des Vierbeiners – Segen und Fluch zu gleich

Gr++nzeug_transparenter Hintergrund_Aram und AbraDie Ernährung des Vierbeiners wird unter Hundehaltern und Nichthundehaltern stark diskutiert. Die einen sind überzeugte BARFer (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter), andere geben ihren Hund etwas von ihrem Essen ab und wieder andere mögen es einfach und öffnen eine Dose. Ich will hier nicht über die einzelnen Ernährungsformen aufklären, Beinscheibe_transparenter Hintergrund_Aram und Abrasondern einfach mal testen, was Mütze favorisiert.

Anlass ist ein Beitrag der Süddeutschen  in dem thematisiert wird, ob Hunde vegan/vegetarisch ernährt werden können und ob das vielleicht sogar gesünder ist. Was wir schon festgestellt haben ist, dass Mütze viel M+Âhre_transparenter Hintergrund_Aram und AbraObst und Gemüse mag. Kohlrabi, Möhren, Wassermelone und vieles mehr verputzt er in Sekunden schnelle. Da ich mich zumindest vegetarisch ernähre, kam mir auch schon der Gedanke, ob Mütze nicht vielleicht auch so ernährt werden sollte. Daher machen wir heute einen Selbsttest.

Der Versuchsaufbau

Folgende Futtersorten testen wir:

  • Vegan/vegetarisches Trockenfutter
  • BARF
  • Normales Trockenfutter
  • Menschenessen in Form von Bratwurst
  • Leckerlies
  • Gemüsestücke (Möhre und rote Paprika)
  • Kabberkram

Das klingt zwar nach viel, aber ich passe die Mengen natürlich an.

Im ersten Testablauf packe ich alles auf jeweils einen Teller und stelle alle Teller dann nebeneinander. Danach schicke ich Mütze los und er darf sich aussuchen, welchen Teller er bevorzugt. Ich achte dabei auf sein Interesse am jeweiligen Futter, wie schnell er es verschlingt und ob er nicht auch etwas liegen lässt.

Im zweiten Durchlauf lege ich alle Futtersorten auf einen großen Teller, sodass die Stücke verteilt liegen. Hierbei kann man besonders gut erkennen, ob bestimmte Sorten gemieden werden, oder ob eine Sorte ein Favorit darstellt. Ich denke, er mag die Bratwurst am liebsten.

Ergebnisse

Beim ersten Versuch hat sich Mütze auf alles gestürzt, was lecker roch. Entgegen meiner Erwartungen, machte er sich erst über die Leckerlies her und danach über die Bratwurst. Gefolgt von dem veganen/vegetarischen Trockenfutter, was mich echt überrascht hat. Platz 4 belegt das normale Trockenfutter, gefolgt vom BARF. Danach war der Knabberkram dran. Das Schlusslicht bildet das gesunde Gemüse. Wohl bei meinem Versuchsaufbau zu gesund für den Prinzen auf der Erbse, der zwar das Knabberteil mit in sein Körbchen genommen hat, es aber bisher nicht gegessen hat. Dennoch ist der Knabberkram vor dem Gemüse, da er sich das Teil selber genommen hat und ich ihn mit dem Gemüse füttern musste, um es nicht weg zu schmeißen.IMG_1391[1]

Der Zweite Versuch lieferte erstaunlicherweise andere Ergebnisse: Platz 1 teilen sich die Bratwurst und die Leckerli. Die wurden einfach inhaliert, daher kann ich keinen genauen Favoriten bestimmen. Gefolgt wird das durch BARF. Auch ist das vegan/vegetarische Trockenfutter wieder vor dem normalen Trockenfutter, aber diesmal war das wohl eher Zufall. Mütze hat nämlich nicht bewusst aussortiert, sondern ihm kam das Veggie-Futter einfach eher unter die Nase. Auch hat er hier den Knabberkram erst einmal gebunkert und das Gemüse einfach ignoriert.

Was heißt das nun für uns?

IMG_1393[1]Ich hätte nicht damit gerechnet, dass Mütze das vegan/vegetarische Trockenfutter tatsächlich so gerne mag. Dennoch werde ich ihn weder damit, noch mit seinem Lieblingsessen, der Bratwurst und den Leckerlies, ausschließlich füttern. Zurzeit haben wir noch BARF im Tiefkühlfach, das erst einmal weg muss. Auch wird immer mal wieder ein Stück Menschen-Essen runter fallen, besonders wenn Mütze mal wieder irgendwelche Tabletten nicht essen möchte. Nachdem unser BARF dann aufgebraucht ist, werden wir erst mal unser herkömmliches Futter aufbrauchen.

Habt Ihr schon mal getestet, was euer Hund bevorzugt?

Verfressene Grüße wünschen Lina und Mütze

Danke für die Illustrationen von Aram und Abra